SPD Schwanewede nominiert Christina Jantz-Herrmann mit 100 Prozent zur Bürgermeisterkandidatin – Neuer Vorstand im Ortsverein gewählt

PRESSEMITTEILUNG
SPD Schwanewede nominiert Christina Jantz-Herrmann mit 100 Prozent zur Bürgermeisterkandidatin – Neuer Vorstand im Ortsverein gewählt

Schwanewede, 12. Februar 2026 – Geschlossen, motiviert und mit klarer inhaltlicher Ausrichtung geht die SPD Schwanewede in das Kommunalwahljahr. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung wurde Amtsinhaberin Christina Jantz-Herrmann erneut als Bürgermeisterkandidatin nominiert – mit einem einstimmigen Ergebnis von 100 Prozent der gültigen Stimmen.

In ihrer engagierten Bewerbungsrede zog Jantz-Herrmann Bilanz über ihre bisherige Amtszeit und skizzierte zugleich die Ziele für die kommenden Jahre. Seit dem 1. Januar 2021 steht sie an der Spitze der Gemeinde – ein Start mitten in der Corona-Pandemie. „Fünf Jahre, die von Krisen geprägt waren, aber auch von Mut, Zusammenhalt und klaren Entscheidungen“, betonte sie vor den Genossinnen und Genossen.

Dank an Dominik Schmengler – Neue Doppelspitze gewählt

Neben der Nominierung stand auch die Neuwahl des Ortsvereinsvorstandes auf der Tagesordnung. Der langjährige Vorsitzende Dominik Schmengler war nach fast zehn Jahren im Amt zurückgetreten. Schmengler bleibt der Partei jedoch weiterhin eng verbunden: Er führt seine Ämter als Fraktionsvorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion sowie als Ortsbürgermeister fort und wird dem Vorstand künftig als Beisitzer angehören.

Die stellvertretenden Vorsitzenden Heinz Zimmermann und Natascha Meints dankten Schmengler ausdrücklich für sein außerordentliches Engagement, seine Kreativität und seine große Einsatzbereitschaft in den vergangenen Jahren. Man freue sich sehr, dass er dem Vorstand mit seiner Erfahrung weiterhin als Beisitzer zur Verfügung stehe.

In seinen Abschiedsworten würdigte Schmengler den starken Zusammenhalt im Ortsverein und das gemeinsame Engagement der Genossinnen und Genossen. Gemeinsam habe man viel für Schwanewede erreicht. Zugleich schwor er die Mitglieder auf die bevorstehende Kommunalwahl ein.

Zur neuen Doppelspitze des Ortsvereins wurden Sarah Stoppe-Ramadan und Ulrich „Uli“ Ruback gewählt.

Ulrich Ruback bringt seine langjährige kommunalpolitische Erfahrung ein. Aktuell ist er Vorsitzender des Planungsausschusses der Gemeinde und verfügt über umfassende Expertise in zentralen Zukunftsfragen der Gemeindeentwicklung.

Zur neuen Schriftführerin wurde Ute Heidenreich gewählt. Sie übernimmt das Amt von Ruback und verstärkt damit den geschäftsführenden Vorstand.

Sarah Stoppe-Ramadan ist noch nicht viele Jahre Mitglied der SPD, engagiert sich jedoch bereits mit großer Verantwortungsbereitschaft. Sie ist Mitglied im Verwaltungsausschuss und bringt neue Perspektiven sowie hohe Einsatzbereitschaft in die Parteiarbeit ein.

Mit der neuen Doppelspitze, einem erfahrenen Vorstandsteam und einer einstimmig nominierten Bürgermeisterkandidatin sieht sich die SPD Schwanewede geschlossen und motiviert für die anstehenden Aufgaben.

Diskussion in Schwanewede – Ein Beitrag von Marina Köglin aus dem Weserkurier vom 10. Mai 2024

Diskussion in Schwanewede

Konflikte sachlich thematisieren

Armin Himmelrath und Dominik Schmengler diskutierten in Schwanewede über Antisemitismus

Ein Beitrag von Marina Köglin aus dem Weser Kurier vom 10. Mai 2024

Schwanewede. Der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel markiert den Beginn eines weiteren Krieges im Nahen Osten. Als Reaktion auf die überraschende Terrorattacke begann Israel eine massive Militäraktion gegen den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen. Verbrannte Israelflaggen, der Brandanschlag auf eine jüdische Gemeinde in Berlin, Davidsterne auf Haustüren: Seit dem 7. Oktober steigt auch in Deutschland die antisemitische Gewalt.

Anlässlich des Tages der Befreiung am 8. Mai hatte die SPD Schwanewede Armin Himmelrath zum Gespräch in den Filmpalast Schwanewede eingeladen. Unter dem Titel „Antisemitismus – alte oder neue Wurzeln“ beantwortete der Journalist und Chef des Bildungsressorts des Nachrichtenmagazins Der Spiegel Fragen zum Thema. „Hintergrund sind die antisemitischen Demonstrationen an den Universitäten in den USA, in Europa und besonders in Deutschland“, sagt der Schwaneweder Ratsherr Dominik Schmengler (SPD), der den Diskussionsabend moderierte. Die Veranstaltung hatte sich relativ spontan ergeben; der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist Armin Himmelrath hatte beim Medienkompetenztag an der Waldschule Schwanewede Workshops geleitet. Zusammen mit Julia Schmengler hat er unter anderem das Buch „Fake News“ geschrieben. Am Abend diskutierte er dann mit Dominik Schmengler im Filmpalast über die Zusammenhänge zwischen den Angriffen der Hamas und der Reaktion Israels einerseits und das Erstarken des Antisemitismus auch in Deutschland andererseits. Himmelrath sprach dabei aus journalistischer und privater Sicht: Er hat eine Zeit lang in Beer Sheva (Israel) Germanistik und Sozialwissenschaften studiert und ist mit einer israelischen Jüdin verheiratet. Er beschrieb einige bewegende Erlebnisse mit seiner Schwiegerfamilie in Israel. Ein Beispiel: Da viele ihrer Angehörigen im KZ ermordet wurden, hatten die Großmütter seiner Frau zunächst Vorbehalte gegen den „Täter-Enkel“ –doch im gemeinsamen Gespräch fand man bald zueinander.

Sorge vor Übergriffen

Seit dem 7. Oktober sei ihm schon unwohl, wenn seine erwachsenen Kinder, die auch weiterhin eine Halskette mit Davidstern-Anhänger trügen, abends unterwegs seien, so Himmelrath. Die Sorge vor Übergriffen ist da. „Woher kommt diese neue und deutliche Gewaltbereitschaft? Welche Klientel, welches Milieu stärkt diesen gewaltbereiten Antisemitismus in unserer Gesellschaft?“ fragte Dominik Schmengler. Himmelrath antwortete mit der These, dass völlig verschiedene und sogar gegensätzliche Gruppen im Antisemitismus ein gemeinsames Thema finden. Antisemitismus bringe unterschiedliche politische Lager zusammen: Neonazis, Islamisten und mitunter auch linke Gruppierungen – auf den Hass gegen Israel könne man sich offenbar einigen.

„Die persönliche Sichtweise spielt immer mit rein, das ist ja bei jedem Thema so“, sagte Himmelrath. Trotzdem könne man immer versuchen, einem Thema objektiv und ohne Vorurteile zu begegnen. „Es ist wirklich kein Ding der Unmöglichkeit, sachlich begründete Kritik an israelischer Politik zu äußern, ohne sich in antisemitischen Sprüchen zu ergehen.“ Immer wieder höre man ja den Vorwurf, griff Dominik Schmengler das Thema auf, dass die Bundesregierung sehr zaghaft sei in ihrer Kritik gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen. „Es ist aber auch eine Gemenge-Lage, die man nicht wirklich überblickt“, so eine Frau im Publikum, das der Diskussionsveranstaltung sehr interessiert folgte. „Eine unglaublich ambivalente Situation“, bestätigte Himmelrath. Die historisch begründete Verantwortung Deutschlands einerseits, die humanitäre Pflicht andererseits. Die eine einzig wahre, „richtige“ Antwort gebe es nicht. Und dennoch: Ob auf politischer Bühne, im Privaten oder auch in der Schule – es sei immens wichtig, dass Konflikte nicht ignoriert, sondern thematisiert werden. Es gehöre zu einer demokratischen Gesellschaft dazu, dass man Meinungen und Kritik äußern darf – aber andererseits auch aushalten muss. Gewalt sowie der Aufruf zu Gewalt seien hingegen grundsätzlich inakzeptabel. „Kurzgefasst: Informationen, Diskussionen, Diskurs“, so Armin Himmelrath. Es gehe darum, immer mehrere Perspektiven anzuhören. „Darüber reden, Fragen stellen, Informationen einholen, diskutieren – so wie wir heute Abend hier.“ Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung wurde das Historiendrama „Stella“ gezeigt. Der Film basiert auf der Lebensgeschichte der deutschen Jüdin Stella Goldschlag (1922-1994).

Jubilarsehrung 2022

Wer rastet, der rostet…

Ehrung langjähriger Mitglieder